Onlinemarketing weiter im Trend

24.10.2016

Trotz eines turbulenten Vorjahres der deutschen Wirtschaft ist der Werbemarkt erstmals seit Jahren wieder leicht gewachsen. Profitieren konnten davon Fernsehwerbung, Onlinemarketing und Werbesendungen, während die klassische Anzeigenwerbung herbe Verluste von einer halben Milliarde Euro hinnehmen musste.


Allerdings setzt die klassische Anzeigenwerbung immer noch ein Sechstel des gesamten Dialog Marketing Budgets um, stattliche 10,8 Milliarden Euro.Volladressierte Werbesendungen folgen in der Gunst der Unternehmen mit 8,8, vor Fernsehwerbung mit 7,5 und Onlinemarketing mit 7,4 Milliarden. Insgesamt gehen an diese vier Medien allein 70 Prozent des gesamten Werbekuchens.

Auch bei den Nutzerzahlen ist die Anzeigenwerbung noch immer führend, so der aktuelle Dialog Marketing Monitor der Deutschen Post. Über die Hälfte der Unternehmen schalten wenigstens einmal jährlich eine Anzeige und diese gehören damit zu den beliebtesten Medien. Gefolgt vom Onlinemarketing, das 45 Prozent der befragten Unternehmen nutzen sowie der Plakat- und Außenwerbung, genannt von einem Viertel der Befragten.

Marktstruktur im Onlinemarketing

Marktstruktur im Onlinemarketing

Onlinemarketing weiter im Aufwind

Der Bereich Onlinemarketing ist wie schon in den Vorjahren gewachsen und liegt im Trend. Im Zeichen der Digitalsierung hat es rund 50.000 Unternehmen als neue Nutzer und ein Budgetplus von 0,3 Milliarden Euro hinzugewonnen und ist nun das beliebteste Dialogmedium.

Noch immer ist das E-Mail-Marketing das meistgenutzte Instrument mit gewachsenen Umsätzen von 2 Milliarden Euro. Au jeweils 1,6 Milliarden Euro kommen Suchmaschinenmarketing und Display- und Video-Advertising. Social Media Marketing hat zwar mit 0,8 Milliarden Euro das kleinste Gesamtbudget, dafür ist dieses mit 19 Prozent am höchsten gewachsen.

Alle reden vom Programmatic Advertising, also dem vollautomatischen und individualisierten Ein- und Verkauf von Werbeflächen in Echtzeit, doch nur 3 Prozent der Unternehmen mit Displaywerbung haben dies bereits einmal genutzt.

Die größten Zuwächse bei Nutzern und Budget erreicht das Onlinemarketing mit Blick auf die Branche bei Dienstleistern, nach Handel und Produzierendem Gewerbe. Vor allem für viele kleinere Unternehmen ist Online durch niedrige Einstiegskosten interessant und viele von ihnen werben deshalb digital.

DMM 2016 s27

Das Produzierende Gewerbe setzt dagegen stärker auf klassische Medien und steckt drei Viertel des gesamten Etats in Klassik, allein ein Drittel in Fernsehwerbung. Der Handel ist dagegen viel stärker dialogorientiert und steckt allein ein Drittel seines Budgets in volladressierte Werbesendungen, die mit 11,3 Milliarden Euro übrigens ein Viertel des gesamten Werbemarktes ausmachen!

Das einzige Dialogmedium mit deutlichen Verlusten ist das Telefonmarketing ,das allerdings schon seit Jahren. Konstante 20 Prozent der Unternehmen nutzen zwar dieses Medium, doch das Gesamtbudget ist inzwischen bei vergleichsweise niedrigen 2,5 Milliarden Euro angelangt.

Messen dagegen, besonders im B2B-Bereich, bleiben wichtig und budgetstark. Nach Angaben der Zeitschrift Absatzwirtschaft waren das 2014 immerhin 15,5 Milliarden Euro, die deutsche Unternehmen für Messen ausgegeben haben.

Abbildungen: Dialog Marketing Monitor 2016

Weiterführende Links:
Dialog Marketing Monitor 2016
Aktuelle Trends im Dialogmarketing, Referentenblog
Der Direktkontakt auf Messen ist beliebter als klassische Anzeigen, Referentenblog
Dialog Marketing Monitor 2012 – Mehr Geld für Online, Referentenblog

 

 

Autor: Renate Eck

Kommentare

Antwort hinterlassen