Zen oder die Kunst der Präsentation von Garr Reynolds

11.05.2012

Garr Reynolds Buch ist ein Klassiker der Präsentationsliteratur, das weltweit am meisten verkaufte Buch zum Thema ist in Deutschland gerade in der zweiten Auflage erschienen. Der Autor plädiert darin vor allem für mehr Konzentration und Klarheit bei der Vorbereitung von Präsentationen und für einen Blick auf das große Ganze, statt sich geschäftig in technischen und anderen Details zu verzetteln.


Wenn es um effiziente berufliche und wissenschaftliche Präsentationen geht, wird leider meist über Software und Technik diskutiert, über Geräte, Animationen oder Gestaltungsdetails. Natürlich seien solche Fragen wichtig, aber sie sollten beim Nachdenken einer erfolgreichen Präsentationen nicht an erster Stelle stehen, so der Autor.

Reynolds schlägt stattdessen vor, zuerst einmal innezuhalten, sich gedanklich auf die Aufgabe zu konzentrieren und über das nachzudenken, was der Referent dem Publikum eigentlich mitteilen möchte. Um diese Kernbotschaft herauszuarbeiten, reichten Bleistift und Papier, alle technischen Geräte lenken nur ab. Es geht vor allem um „die Entwicklung einer perfekt auf das Publikum zugeschnittenen Geschichte“ und nicht um Fragen wie viele Aufzählungspunkte ein Folie hat. Die wirklich wichtigen Fragen: „Wie lautet Ihre Kernaussage und warum ist diese wichtig? Was möchten Sie dem Publikum Wichtiges hinterlassen?“ Hilfreich, besonders angesichts vollgestopfter Präsentationsmaterialien, ist oft auch die Frage: „Wenn sich die Zuhörer nur eine einzige Aussage merken können, wie soll diese lauten?“

Zu einer kreativen Vorbereitung gehört ebenfalls das Nachdenken über den zeitlichen Rahmen, den Ort und die Zeit der Veranstaltung, über das Publikum und seine Erwartungen. Wenn der Vortragende dies alles bei der Vorbereitung berücksichtigen würde, so Reynolds, wäre dem mit den üblichen Präsentationen verbundenen „beträchtliche(n) Leiden in Form von Ineffektivität, vergeudeter Zeit und allgemeiner Unzufriedenheit“ der Boden weitgehend entzogen.

Genauso wichtig ist es, sich bei der Erstellung von Präsentationen in die Lage des Publikums zu versetzen, denn die Teilnehmer möchte erfahren, warum es sich für ein Thema interessieren sollen. Was dem Vortragenden, der ja tief in seinem Thema steckt, trivial erscheinen mag, ist eine zentrale Voraussetzung, um das Publikum für sich und die Präsentation einzunehmen. Dazu braucht es neben logischen Argumentationen aber auch persönliche Überzeugung, Emotionen und vor allem Einfühlungsvermögen.

Also: Halten Sie inne und gönnen Ihrem Geist Ruhe! Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele! Nehmen Sie sich Zeit für einen Blick auf das große Ganze! Und werfen Sie vorab einen Blick in Garr Reynolds lesenswertes Buch!

Verlosung von fünf Büchern!

Mit etwas Glück gewinnen Sie! Verraten Sie uns, was ist für Sie das Wichtigste für eine erfolgreiche Präsentation, worauf richten Sie Ihren Fokus beim Planen und bei der Präsentation? Der Addision-Wessley Verlag unterstützt uns freundlicherweise mit fünf Verlosungsexemplaren. Unter den Einsendern, die uns ihre Antwort im Blog oder via Mail senden, verlosen wir die aktuelle Ausgabe Zen oder die Kunst der Präsentation. Der Verlag versendet die Bücher direkt an die Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Einsendeschluss ist der 31. Mai 2012.

Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Antworten!

weiterführende Links
» Naked Presenter: Wirkungsvoll präsentieren – mit und ohne Folien, Garr Reynolds
» slide:ology: Oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln, Nancy Duarte
» Überzeugen wie Steve Jobs: Das Erfolgsgeheimnis seiner Präsentationen, Carmine Gallo
» Eyecatcher für Ihre Präsentation, Referentenblog
» Präsentationstipps für Referenten, Referentenblog

 

Autor: Renate Eck

Schlagwörter: Präsentation, Weiterbildung

Kommentare

8 Responses to “Zen oder die Kunst der Präsentation von Garr Reynolds”

  1. Das Wichtigste für eine erfolgreiche Präsentation sind m.E. 1. die sprachliche und inhaltliche Anpassung an das Zielpublik was Beispiele & Co angeht sowie 2. die Auswahl geeigneter Bilder, die meine Botschaften unterstützen. Wenn das Grundgerüst der Präsentation steht, dann geht beginnt mit diesen beiden Elementen noch der größte Teil der Vorbereitung.

  2. Matthias sagt:

    Das wichtigste ist meiner Meinung nach, dass die Zuschauer das „Problem“ vollständig verstehen. Meist geht es ja in Präsentationen auf irgendeine mehr oder weniger abstrakte Weise um Lösungen von Problemen. Um die Lösung zu schätzen und diskutieren zu können, müssen die Zuschauer aber erst einmal das Problem WIRKLICH richtig verstanden haben.

    Steve Jobs hat damals bei dem ersten iPad auch damit begonnen, die Probleme mit Netbooks aufzuzählen. Oder lange davor hat er die vermeintlichen Probleme mit Mobiltelefonen aufgezeigt, bevor er das iPhone 1 vorgestellt hat.

  3. Daniel Rehn sagt:

    Als Präsentierender lege ich großen Wert darauf in Erfahrung zu bringen, mit wem ich eigentlich das Vergnügen haben werde. Wenn ich das nicht weiß, wie soll ich dann meine Aussagen und Co. auf die Bedürfnisse und Interessen des Publikums abstimmen? Das geht zwar nicht immer so einfach, wie es sich sagen lässt, aber nachfragen kann man ja mal. Daraus kann man dann, wie Jörg schon sagte, Sprache und Co. schlussfolgern.

    Wenn das steht, dann fertige ich die Inhalte entsprechend an. Ich habe einfach schon zu viele Präsentationen gesehen, in denen man einfach etwas aus dem Repertoire herauszog und präsentiert hat, dabei aber komplett am Publikum vorbeigingen.

    Das Wertvollste, was mir mein Publikum entgegenbringt, ist seine Zeit. Ein guter Präsentator weiß darum und versucht sie charmant,auf das Publikum eingehend und unterhaltsam mit Informations- und/oder Mehrwert zu füllen.

  4. Garr Reynolds ist immer eine Lektüre wert. Das Prinzip, durch Vereinfachung und Fokussierung einen echten Mehrwert für sein Publikum zu schaffen, empfinde ich als überaus wirkungsvoll und arbeite mit meinem Team daran, das bei unseren Vorträgen auch in komplexen Themenbereichen umzusetzen. Zum Thema Vereinfachen und Garr Reynolds habe ich mir im Blog auch schon Gedanken gemacht: http://schlosser.info/tag/praesentation/

    Und über das Zen-Buch würde ich mich sowieso freuen.

  5. Mir ist wichtig, dass ich in dem Thema „zuhause“ bin und Erfahrungsgeschichten in den Vortrag weben kann – Stichwort Storytelling. Passend dazu gibt es ein unterstützendes Bild mit einem Wort oder kurzen Satz. Nach meiner Erfahrung erreichen wir in Vorträgen oder Präsentationen das Publikum mit Geschichten wesentlich besser als mit pointiert formulierten Aufzählungstexten. Und wir behalten ein Story wesentlich besser – ist ja schließlich eine unser ältesten Kulturtechniken 🙂

  6. Zehra Spindler sagt:

    Das Wichtigste ist die Vision. Habe ich die glasklar vor meinem geistigen Auge, klappts auch hervorragend mit der Präsentation.

  7. Stefan sagt:

    Die Behherrschung und das Verständnis des Themas ist selbstverständlich das Wichtigste. Dicht gefolgt von einer ordentlichen Aufbereitung von diesem, angepasst an das jeweilige Publikum. Dann folgt die Königsklasse: das Publikum auf „seine“ Seite zu holen und der Erwartungshaltung des Großteils gerecht werden. Gelingt das alles, ist die Präsentation gelungen.

  8. […] Media im B2B oft ohne Strategie 13. Social Media Veranstaltungen prägen Berlin und München 14. Zen oder die Kunst der Präsentation von Garr Reynolds 15. Unternehmen nehmen Weiterbildung selbst in die Hand 16. Trends zur Mobile Economy 17. Events […]

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