Aktives Bildungscontrolling gegen Fachkräftemangel?

28.06.2011

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird die Zahl der Erwerbstätigen bis 2025 drastisch zurückgehen: 6,5 Millionen Menschen weniger sollen dem Arbeitsmarkt dann zur Verfügung stehen. Der Fachkräftemangel wird gerade in der jetzigen Phase des Aufschwungs von der Wirtschaft beklagt. Auch deshalb hat wohl die Bundesregierung in der vergangenen Woche ein Konzept zur Fachkräftesicherung vorgestellt, das

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird die Zahl der Erwerbstätigen bis 2025 drastisch zurückgehen: 6,5 Millionen Menschen weniger sollen dem Arbeitsmarkt dann zur Verfügung stehen. Der Fachkräftemangel wird gerade in der jetzigen Phase des Aufschwungs von der Wirtschaft beklagt. Auch deshalb hat wohl die Bundesregierung in der vergangenen Woche ein Konzept zur Fachkräftesicherung vorgestellt, das dem Fachkräftemangel aktiv begegnen will. Auf der Agenda stehen einerseits als Zielgruppe nicht berufstätige Frauen und ältere Arbeitnehmer bzw. Rentner, daneben die Bereiche Bildung und Qualifikation sowie das Thema Fachkräfte aus dem Ausland.

Bildung und Qualifikation zielt natürlich vor allem auf Berufseinsteiger, doch genauso wichtig ist die berufliche Weiterbildung. Durch die  Fortbildung der eigenen Mitarbeiter können die Unternehmen dem Fachkräftemangel gut entgegensteuern. In diesem Zusammenhang entwickeln sich neue Berufsfelder wie das Bildungsmanagement oder Bildungscontrolling. Bildungscontroller sollen Strategien für lebenslanges Lernen in der Belegschaft entwickeln, Mitarbeiter zu Weiterbildungen motivieren und für den Einsatz des erworbenen Wissens sorgen. Zu den Aufgaben gehört auch die Dokumentation des Wissens von älteren Mitarbeitern. Derzeit gibt es diese Fachleute  in vielen Konzernen und über 80 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern betreiben nach einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung aktives Bildungscontrolling.

Die Kernaufgaben des Bildungscontrolling zeigen, dass neben der Motivation und Organisation des Wissenserwerbs der Mitarbeiter das Nachbereiten entscheidend ist: Also, erst durch das Anwenden und Verankern des neuen Wissens oder durch den Einsatz von Wissensdatenbanken werden Unternehmen langfristig erfolgreich. Daher verlangt auch der Beruf des Bildungscontrollers neben einer Vorbildung im Personalwesen vor allem soziale und kommunikative Fähigkeiten.

Weitere neue Berufsfelder, die sich parallel zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen entwickeln, sind beispielsweise auch der Compliance-Manager oder Innovationsmanager, die im internationalen Medienbereich aktiv sind. Angesichts der Neuen Medien und ihrer Möglichkeiten geht es dabei um das Entwickeln innovativer weltweiter Strategien, Produkte und Services. Compliance bedeutet Regelkonformität. Dabei steht das gesetzeskonforme und das Handeln nach gesellschaftlichen, moralischen und ethischen Kriterien im Mittelpunkt. Angesichts der steigenden Korruptionsskandale in Konzernen ist es verständlich, dass dieses Berufsfeld bedeutender wird, denn inzwischen haben viele Unternehmen erkannt, dass Regelverstöße jeder Art das Geschäft und die Reputation schädigen. So haben inzwischen viele Unternehmen ihre Verhaltensrichtlinien in einem Code of Conduct formuliert und ein Compliance-Programm aufgestellt.
Was ist Ihnen in letzter Zeit an neuen Berufsfeldern begegnet? Ich freue mich über interessante Hinweise in den Kommentaren.

Quelle: Foto flickr: Achtung! Bildung im Umbruch, Dietmar Johlen

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4 Responses to “Aktives Bildungscontrolling gegen Fachkräftemangel?”

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Schlagwörter: HR, Personal, Weiterbildung, Zukunft