Kundenkommunikation in digitalen und realen Welten

Unser Leben findet zunehmend im realen und digitalen Raum statt. Die Nutzerzahlen bei Facebook & Co. wachsen seit Jahren kontinuierlich und so erhöht sich auch die Chance, dass Unternehmen ihren Kunden immer öfter in den sozialen Medien begegnen.
Viele Marken haben das inzwischen auch realisiert und folgen ihren immer professioneller mit den neuen Möglichkeiten spielenden Konsumenten ins Social Web. Dies ist umso sinnvoller vor dem Hintergrund, dass klassische Zielgruppenmodelle zunehmend aufbrechen, Zielgruppengrenzen verschwimmen und es immer mehr Überschneidungen gibt. Die sozialen Medien ermöglichen im Vergleich zu bisherigen Kommunikationskanälen eine stärkere Hinwendung zum einzelnen Kunden und seinen Wünschen.

Kundenkommunikation findet vor allem Face-to-Face statt

Alexander Ewig, Geschäftsführer der Agentur Wunderman, verwies unlängst in einem Vortrag beim Loyalty-Kongress allerdings auch darauf, dass man in Bezug auf diese Entwicklungen realistisch sein sollte, denn Kundenkommunikation fände weiterhin vor allem Face-to-Face mit fast 30 Prozent, über direkte Telefonakquise und eigene Newsletter mit beinahe 20 Prozent statt. Zu den wichtigsten Maßnahmen und Kanälen der Kundenkommunikation nennen fast ein Viertel der befragten Unternehmen Events, knapp gefolgt von der E-Mail mit fast etwa 20 Prozent und On- und Offline Anzeigenwerbung mit 15 Prozent. Diese Hauptmaßnahmen werden inzwischen natürlich ergänzt durch dialogorientierte Methoden wie Social Media oder Webinare.

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Alexander Ewig

Persönliche Kontakte bleiben also bei Kundenkontakt und Kundengewinnung das NonPlusUltra, doch auch die sogenannte Live-Kommunikation nutzt inzwischen die neuen Möglichkeiten der direkten Interaktion. Live-Events beziehen zunehmend ihre Gäste vorab und beim Event stärker mit ein, sie inszenieren sich als Höhepunkte im digitalen Strom, bieten Geschichten, Visionen und Nachhaltigkeit. Live-Events nehmen Trends wie die neue Echtzeitkommunikationskultur auf, verbinden On- und Offlineformate und nutzen Mobile, um synchron real und digital zu kommunizieren.

Trends bei Events sind neue Formen wie Twestivals, weltweite mobile Konferenzen, Networking Events oder virtuelle Museen. Veränderte Gesellschaftsstrukturen, in denen Selbstbestimmung im Mittelpunkt steht, aber auch eine neue Open-Source-Kultur mit dem Bedürfnis, Wissen zu teilen und gemeinsam zu erweitern haben zum stärkeren Einbeziehen der Teilnehmer geführt. Resultate sind neue kreative und diskursive Veranstaltungsformate wie BarCamps, Polit-Slams oder Pecha Kuchas.

Es finden also einschneidende Veränderungen im Eventbereich statt, doch am Ende steht bei Alexander Ewig der entscheidende Satz: „Die nachhaltige Emotionalisierung von Menschen, Marken und Produkten und damit auch die tiefgehende Bindung findet noch immer in der realen Welt statt!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Vorträge und Links:
» Malen nach Zahlen: Wie die Flut von Konsumentendaten die Werbung verändert, spotlight-Festival 2013
» Wirtschaftlichkeit im Direktmarketing: Mit CRM Geld verdienen, Deutscher Direktmarketing Kongress 2013
» Messen und Events setzen zu wenig auf digitale Innovation, Referentenblog
» Wer braucht Social Media? Referentenblog
» Veranstaltungen brauchen Überraschungen, Referentenblog
» Brauchen wir neue Eventformate für die Eventbranche? eveos blog

Quelle: Foto flickr prompts to remember,von stargardener

Disclaimer: eck marketing unterstützt unter anderem Wunderman Deutschland bei der Mitwirkung als Referent. Gerne helfen wir Ihnen bei Fragen weiter.

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