Wie Referenten von den neuen LinkedIn Stories profitieren

28.10.2020

Nachdem die LinkedIn Stories gelauncht worden sind, fragten sich viele Nutzer, ob das für ein Businessnetzwerk überhaupt sinnvoll ist. Eine Flut bunter Videos und Bilder könnte allzu schnell die LinkedIn-Mitglieder verärgern. Wer als Referent auf LinkedIn Stories setzt, sollte deshalb darauf achten, mit hochwertigem Content zu überzeugen. Im Idealfalle unterstützen gut gemachte Inhalte das eigene Storytelling und Personal Branding.

Die Story-Funktion kennen Social Media Nutzer bereits von Facebook oder Instagram. Mit Stories können Sie kurze Videos oder Fotosequenzen, meist versehen mit knappen und prägnanten Textbestandteilen, mit ihren Followern teilen, die dann für 24 Stunden angezeigt werden.

Mit dem neuen Tool reagiert LinkedIn auf die steigende mobile Nutzung sozialer Medien als auch auf die starke Zunahme von Video-Content.

Im Unterschied zu den erstgenannten Netzwerken sollen LinkedIn-Stories aber beruflichen und branchenspezifischen Informationen vorbehalten bleiben, das Foto der morgendliche Tasse Kaffee im Büro eher die Ausnahme bleiben.

Wie erstellt man eine LinkedIn-Story?

LinkedIn Stories lassen sich bisher nur auf dem Smartphone erstellen. Sie benötigen also die LinkedIn-App. Und so gehen Sie vor:

– Klicken Sie auf Ihr Profilfoto oben links mit dem Plus-Symbol, dann öffnet sich die Stories-Kamera

– Nun können Sie durch kurzes Antippen des Aufnahmebuttons ein Foto, durch Gedrückthalten ein Video aufnehmen. Unten links ist ein Button, um Bilder oder Videos aus Ihrem Speicher hinzuzufügen. Videos bis zu einer Länge von 20 Sekunden sind möglich.

– Videos oder Fotos können über die Buttons oben rechts mit Stickern und Text versehen werden. Es gibt zahlreiche, zum beruflichen Kontext passende Sticker. Der Text lässt sich von der Größe verändern, positionieren und farblich gestalten. Über @Erwähnen lassen sich einzelne Kontakte einfügen und damit hervorheben.

– Wenn Sie alles fertiggestellt haben veröffentlichen Sie Ihre Story, indem Sie rechts unten auf „Story teilen” tippen.

Nach der Veröffentlichung ist Ihre Story 24 Stunden für Ihre Kontakte und Follower zu sehen. Diese bekommen sie auf ihrer Startseite oben in einem blauen Kreis angezeigt und können Ihnen per Privatnachricht Feedback geben. Sie selbst können Ihre Story übrigens auch direkt mit Ihren Kontakten teilen, indem Sie sie mit einer normalen LinkedIn-Nachricht versenden. Unten links erfahren Sie, wer Ihre Story gesehen hat.

Wie können Referenten die Story-Funktion nutzen?

Die Story-Funktion bietet für Sie als Referenten neue Möglichkeiten auf LinkedIn, Ihr Personal Branding zu entwickeln und Ihre Sichtbarkeit als Branchenexperte zu verbessern. Ihre Vorträge können Sie damit vorbereitend bewerben und begleiten sowie nach Ihrem Auftritt ergänzen und erweitern.

Veröffentlichen Sie doch bereits im Vorfeld interessante Thesen aus Ihrem jeweiligen Vortrag und erzeugen so Neugierde für sich und Ihr Thema auf einem kommenden Event. Sie können Ihr potentielles Auditorium bereits im Vorfeld aktiv einbeziehen, indem Sie Interessen abfragen und Problemstellungen Ihrer Besucher in Ihren Vortrag aufnehmen.

Während eines Events sind kurze Interviewsequenzen oder Stimmungseinblicke denkbar, mit denen Sie mit anderen Eventteilnehmern in Verbindung treten.

Auch nach einem Event können Sie über Stories mit Ihrem Publikum in Verbindung bleiben, indem Sie rückblickende Eindrücke oder Inhalte wie Keylearnings oder Sketchnotes veröffentlichen. Mit ergänzenden Practicals und weiterführenden Informationen bleiben Sie mit Interessenten weiterhin im Gespräch.

Mit Stories lassen sich auf LinkedIn Konversationen zu aktuellen Branchennachrichten und beruflichen Themen sehr gut anregen. Sie selbst haben damit dort ein weiteres Tool, um mit Ihren beruflichen Kontakten in Verbindung zu bleiben und vor allem Ihre Präsenz und Ihr Branding als Experte zu erhöhen. Sie sollten allerdings darauf achten, dass Sie nur Inhalte teilen, die beruflich relevant sind und Ihren beruflichen Alltag authentisch darstellen.

Zu private Momente oder gar persönliche Nachrichten gehören nicht in die Stories, auch offensive Werbung für die eigenen Produkte oder Dienstleistungen sind ein NoGo. Überlegen Sie außerdem bitte immer genau, welche Brancheninterna Sie veröffentlichen, damit Sie Ihrer beruflichen Laufbahn keinen Schaden zufügen.

Weitere Links:
LinkedIn Stories fürs Personalmarketing nutzen – jetzt in Deutschland, Persoblogger.de
LinkedIn startet LinkedIn Stories: So geht die neue Video-Funktion, Handelsblatt

Fotos: LinkedIn

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