Quo vadis Lebensmittelmarkt?

12.10.2017

Im Bereich der Lebens- und Genussmittel gibt es starke Veränderungen sowohl bei der Auswahl der Produkte als auch im Kaufverhalten, das zunehmend online erfolgt. Während in anderen Branchen stationärer Handel und Online-Shop immer mehr zusammenwachsen, lässt sich das bei eFood so nicht beobachten. Das eFood Business muss spezielle Bedürfnisse erfüllen, um vom Konsumenten in der Buying Journey angenommen zu werden.

Zum einen haben sich Food Trends wie Craft Beer, Low Carb oder Superfood herausgebildet und in größeren Städten eröffnen Street Food Märkte oder die Produkte werden in Lokalen angeboten. Die Verbraucher legen Wert auf den Verzicht bestimmter Nahrungs-und Genussmittel, ob vegan oder glutenfrei, doch sie interessieren sich auch für neu Zusammengesetztes wie Hybrid-Food oder kreative Kombinationen unterschiedlicher Aromen, alles erhältlich im stationären Handel sowie in Online-Shops. Hier gilt es den Kunden bei seinem jeweiligen On- oder Offline Kaufprozess gezielt und entsprechend zu erreichen. 

Next Generation Food zeigt neue Wege der Buying Journey

Die Kunden werden über verschiedene Kanäle wie Ladengeschäfte, Onlineshops oder via Social Media und auch Mobile angesprochen. Die nahtlose Integration der Kanäle und deren Individualisierung ermöglichen eine persönliche Kundenansprache und intensivere Kundenbeziehungen. Kundendaten lassen sich in allen Kanälen nutzen, sie ermöglichen einen effektiven After-Sale-Support und weitere Empfehlungen anhand der bisherigen Einkäufe.

Eine Studie von Qubit zeigt, wie wichtig Personalisierung für den Kunden inzwischen geworden ist: 75 Prozent der Verbraucher glauben, dass Empfehlungen auf Basis ihres vorherigen Kaufs ein wichtiger Faktor in ihrer Buying Journey sind und gut 80 Prozent bevorzugen Werbung, die an ihren Produktvorlieben ausgerichtet ist.

Dabei müssen sich gerade Food-Marken Gedanken über neue Möglichkeiten zur Wertschöpfung, Personalisierung und einem emotionalisierten und innovativen Einkaufserlebnis machen. Spannend ist der Einsatz von Artificial Intelligence, um die On- und Offline-Welt zu vernetzen. 

Online heißt noch lange nicht Mobile

Mehr als die Hälfte der Verbraucher sucht laut einer Studie von Nielsen beim Kauf über mobile Endgeräte ebenfalls Informationen zu den Produkten und vergleicht die Preise. Wie weit die Online-Lebensmittelhändler in Deutschland noch von den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen entfernt sind, zeigt die EHI-Studie „Lebensmittel E-Commerce 2016“. So ist Mobile Shopping bei den meisten Vollsortimentern noch kein wirkliches Thema, denn weniger als ein Drittel haben optimierte Websites und nur eine Minderheit von fünf der 35 Händler bieten Apps für Mobile oder Tablets.

Diese und andere Themen stehen im Mittelpunkt der Next Generation Food, die am 17. Oktober in Berlin stattfindet. Dort geht es um Fragen, welche Unternehmen und Innovatoren den Food Markt disruptieren, warum es neben HelloFresh noch kein Food Startup in Deutschland geschafft hat oder welche Chancen Crowdinvesting hat. Neben der zentralen Frage Online versus Offline und nach der Zukunft des Lebensmittelhandels, diskutieren erfahrene Referenten, Innovatoren und Entscheider aus Industrie und Handel wie von Coca-Cola, Mondelēz, Nestlé Wagner, Kitchen Stories, Omikron, EDEKA oder Allyouneed zu diesen oder Fragen wie Successful Brand Building, Next Level “Connected” Kitchen oder zum digitalen Kochverhalten der Zukunft.

Foto: Quelle flickr, Saturday shopping 7/15/17 by htomren

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Autor: Renate Eck

Schlagwörter: eCommerce, Food, Handel

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