Networking statt Seminarbesuch – Trends in der Weiterbildung

Gerade in einer sich schnell verändernden Welt, bedeutet Weiterbildung eine wichtige Maßnahme, um auf dem neusten fachlichen Stand zu bleiben. Daher interessieren sich nicht nur Fachkräfte und spezialisierte Mitarbeiter für die diversen Formen des Lernens, sondern auch Führungskräfte. Sie nutzen die verschiedenen Angebote, von der Fachzeitschrift bis zum Onlineportal oder dem Kongress und Workshop. Jüngst hat die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern zu diesem Thema eine Studie erhoben und ihre leitenden Mitglieder nach deren Weiterbildungsfreudigkeit befragt.

Grundsätzlich lässt sich hier folgendes Fazit ziehen: Über 90 Prozent der befragten Chefs schätzten die Teilnahme an Weiterbildungsmöglichkeiten als “sehr wichtig” oder “wichtig” ein. Für über 60 Prozent sind diese Maßnahmen ein fester Bestandteil der persönlichen Planung. Fast dreiviertel der Befragten informieren sich regelmäßig über aktuelle Angebote im Weiterbildungssektor. Dabei finden nur sehr wenige keine entsprechenden Angebote, eher fehlt es knapp 20 Prozent an der Zeit zur Teilnahme an Veranstaltungen.

“Quelle: Wie bilden sich Chefs weiter?” – Studie der IHK München

Interessant finde ich natürlich die Frage nach dem bevorzugten Veranstaltungsformat, dass Führungskräfte für ihren Ausbau der Kompetenz nutzen: Hierbei führen die Tagungen und Messen mit über 50 Prozent. Anschließend folgen Informationsveranstaltungen mit über 35 Prozent, wobei diese fast gleich bedeutsam sind wie Netzwerke. Generell lässt sich also wie ich finde, ein Trend zu Networking-Treffen oder Zirkeln wie auch Breakfast-Reihen oder Diskussionen gut erkennen.

Fernab von den persönlichen Kontaktmöglichkeiten nutzen Chefs das E-Learning oder die Fernstudiengänge wenig. Die Präsenztreffen bleiben besonders in der Welt der Manager und Chefs eine wichtige Komponente in der Weiterbildung, dabei stehen Tagungen und Messen besonders hoch im Kurs und informelle Formen der Weiterbildung, wie der Austausch in Netzwerken oder auch Informationsveranstaltungen bilden einen wichtigen Bestandteil des lebenslangen Lernprozesses.


Bewertung von Bildungsanbietern

Bei der Bewertung von Bildungsanbietern und den Kriterien für die Auswahl des Trainers, nennen die befragten Chefs ganz klar, dass die fachliche Kompetenz des Trainers für 75 Prozent “sehr wichtig” ist und gemeinsam mit der Beratungskompetenz des Trainers, die mit knapp 40 Prozent genannt wurde, entscheidend ist. Erst dann spielen Referenzen, die Anzahl der Teilnehmer, die räumliche Nähe des Veranstaltungsortes oder gar das Image des Anbieters eine Rolle. Eine eher geringe Rolle hat das Ambiente am Veranstaltungsort oder die Ausstattung der Seminarräume.

Was ist für Sie wichtig in der Weiterbildung? Und wie stellen Sie Ihre Kompetenzen als Trainer oder Referent dar?

>> Wie bilden sich Chefs weiter? Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, Forschungsstelle Bildung, 2010
>> Lernend aus der Krise, Trendanalyse Weiterbildung, managerSeminare, Heft 145, April 2010
>> Den digitalen Ruf als Referent stärken, eck marketing
>> Events verändern sich durch Social Media, eck marketing
>> Messen und Social Media gehören zum Marketing-Mix, eck marketing

Keine Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Verwandte Themen
Warum Vorträge für das Outplacement wichtig sind

Es gibt viele Gründe, warum sich Unternehmen von leistungsfähigen Mitarbeitern trennen müssen. Dabei kann Outplacement bei ehemaligen Angestellten und dem Unternehmen einen positiven Mehrwert schaffen. ...weiterlesen >>

Die 7 besten Beiträge im Referentenblog

Im vergangenen Jahr habe ich zu Themen, die mich besonders interessieren, einige Blogbeiträge erstellt. Die meistgelesenen Artikel sind vielfach weiterhin aktuell. Diese habe ich hier ...weiterlesen >>