Referenten sind Markenbotschafter

Steve Jobs (Quelle: flickr.com, Foto by acaben, CC-Lizenz)

Was ist überhaupt der Unterschied zwischen einem Fachreferenten und einem Business Speaker? Nun, der Referent aus den Unternehmen nimmt als Fachexperte an Veranstaltungen teil und berichtet anhand seines breiten praktischen Wissens. Ein Business Speaker ist ein ausgewiesener Redner, der neusten Trends und Forschungsergebnisse darlegt. Kürzlich gab die Sueddeutsche Zeitung im Beitrag „Gestatten, Guru!“ einen Einblick ins „Business der Besserwisser“, die „mit dünnen Thesen und flapsigen Sprüchen“ unterwegs sind (Sueddeutsche Zeitung, 12./13.03.11 Seite 36).

Während die Business-Speaker meist weniger ein Unternehmen, eher sich selbst repräsentieren, können Fachreferenten aus Unternehmen bei Veranstaltungen auch als Markenbotschafter fungieren. Sie repräsentieren schließlich ihre Firma oder Marke vor einem Publikum. Die Referenten stehen bei einer Konferenz für das Unternehmen und geben Einblicke in dieses.

Doch nicht nur bei Events können die Vortragenden für das Unternehmen stehen. Das Wort „Markenbotschafter“ ist inzwischen eine sehr enge Verbindung mit dem Social Web eingegangen. Auch hier wird nach außen kommuniziert und es stehen einzelne Personen zum Teil für ein ganzes Unternehmen.Markenbotschafter sind Mitarbeiter, die die Marke verkörpern, kommunizieren und im viralen Web-Miteinander leben, so definiert Florian Semle den Begriff beim PR-Blogger. Die Botschafter dringen dabei in Gebiete ein, die die klassische Markenkommunikation gar nicht so leicht erreichen kann: beispielsweise in Foren, Blogs oder Social Networks. Aber nicht nur da, sondern gerade im Offline-Bereich, auf Veranstaltungen oder im täglichen Miteinander. Sie erzeugen Glaubwürdigkeit, Authentizität, weil nicht Prospekte, Flyer oder Plakate mit den Stakeholdern sprechen, sondern echte Menschen.

Um gute Markenbotschafter für das eigene Unternehmen zu finden und auszubilden oder weiterzubilden, müssen sich die Marken  aber selbst öffnen. Hier ist ein Umdenken gefordert, hin zum echten Dialog mit den Bezugsgruppen. In seinem Beitrag Markenbotschafter: In der PR 2.0 Praxis hat Semle folgende Voraussetzungen definiert, die Markenverantwortliche mitbringen müssen, um ihre Botschafter erfolgreich zu positionieren. Hierzu gehören neben der Dialogfähigkeit ebenso, die Mitarbeiter für die neuen Kommunikationsweg zu mobilisieren sowie die vorhandenen Ressourcen für die „Markensteuerung 2.0“, durch Beratung und Training zu stärken.

Fachreferenten sind im Gegensatz zu Erfolgsrednern die Markenbotschafter der Unternehmens. Sie erreichen nicht nur über Blogs oder Foren, sondern durch Ihren persönlichen Vortrag die Menschen direkt und können mit Ihnen diskutieren. Daher sollten Unternehmen einen geeigneten Mitarbeiter als Referenten aufbauen und dabei fördern, um die Markenbotschaften in der Öffentlichkeit vorzutragen. Schließlich kann niemand die eigene Marke so gut und vor allem glaubwürdig repräsentieren, wie die eigenen Mitarbeiter.

» Den digitalen Ruf als Referent stärken, Referentenblog
» Tipps zur Vermarktung als Fachreferent, marketing-BÖRSE

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