Wer braucht Social Media?

Wer braucht schon Social Media? Diese Frage stellte Alexander Ewig, Geschäftsführer der Wunderman GmbH, auf einer Veranstaltung von Marketing On Tour in Frankfurt. In seiner Keynote lies Herr Ewig zunächst die Fakten für sich sprechen. Denn die Zahlen im Zusammenhang mit Social Media unterstreichen die Bedeutung des Phänomens besser als jede noch so ausführliche Präsentation.

In 48 Sekunden werden über 500 neue Blogposts veröffentlicht und Facebook kann in der gleichen Zeit fast ebenso viele neue Nutzer vermelden. Darüber hinaus werden in dieser kurzen Zeitspanne über 50.000 Tweets in die Weiten des Netzes gesendet und über eine Million Videos auf Youtube konsumiert. Dieser Trend bleibt den Marketingverantwortlichen der großen Unternehmen nicht verborgen. Es gebe fast keine Kampagne mehr ohne Social Media, so Alexander Ewig, und geht in seiner Rede auf die Onlinepräsenzen von Lufthansa, Continental und Hornbach ein, die Social Media als festen Bestandteil in ihrer Kundenkommunikation integriert haben.Die klassischen Modelle funktionieren in Zeiten des Webs nicht mehr, es ist für Unternehmen von enormer Notwendigkeit, sich den Entwicklungen anzupassen. Das ist allerdings gar nicht so leicht, schließlich ist das Web vor allem für seine Schnelligkeit und der sich ständig erneuernden Modelle bekannt.

Um diesem Dilemma zu entgehen ist es für Unternehmen wichtig, selbst an der Gestaltung der Prozesse teilzunehmen und sich nicht nur den – möglicherweise bereits veralteten – Trends anzuschließen.

Doch die Bemühungen, soziale Netzwerke in den Kampagnen zu integrieren, ist eine Sache. Einen tatsächlichen Nutzen dadurch zu erlangen eine andere. Wie ist Erfolg in Social Media eigentlich definiert? Ewig listet in diesem Zusammenhang fünf Ziele auf, die durch Social Media erreicht werden können:

1. Steigerung des Social Brand Value, also den Markenwert, der durch Austausch und Interaktion mit den Nutzern entsteht.
2. Verbesserung des Kundenservices
3. Das Gewinnen von High Potentials im Mitarbeiterrecruiting
4. Optimierung der Salesprozesse, zum Beispiel über anerkannte Onlinehändler wie amazon und positive Bewertungen auf Bewertungsportalen
5. Innovative Produktentwicklungen, zum Beispiel durch Crowdsourcing

Um die Unternehmenspräsenz im Social Web möglichst effizient zu gestalten, rät Ewig dazu, zunächst eine Analyse des bereits vorhandenen Contents zum eigenen Unternehmen durchzuführen. Darauf aufbauend wird eine integrierte Social Media Strategie entwickelt, welche dann nach und nach in die einzelnen, operativen Bausteine heruntergebrochen wird. Damit die eigenen Aktivitäten in der Fülle von Informationen im Netz nicht untergehen ist es wichtig, auch die Social Media Maßnahmen im Web zu promoten. Zuletzt müssen die Ergebnisse analysiert und daraufhin optimiert werden. Der wichtigste Baustein eines gelungenen Social Media Teilnahme ist es allerdings, den Onlineauftritt permanent zu pflegen und zu aktualisieren.

Vorträge Wunderman
» Wie Sie Social Media optimal für Marketing, Werbung und Kommunikation nutzen, Stefan Wörnle, Management Forum Starnberg, diverse 2010/11
» Wer braucht schon Social Media?! Keynote Alexander Ewig, Marketing on Tour 2010
» Interaktiver Workshop – Professionelles Social Media Marketing, Seminarleitung: Stefan Wörnle Management Forum Handelsblatt 2010
» Kreativzirkel: Budget und Anspruch – Herausforderung an die Kreativsten unserer Zeit, Alexander Ewig, 3. Handelsblatt Jahrestagung Direktmarketing 2010
» The Effective Combination of Email Marketing and Social Media in the German Market, Stefan Wörnle, MarketingSherpa’s Email Marketing Summit 2009
» Direktmarkeitng 2.0 im B2B, Stefan Wörnle, Handelsblatt Jahrestagung 2009
»
Wie Microsoft Social Media für den Kundendialog nutzt, Referentenblog

Bildnachweis: social_media_monopoly_board4, flickr

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