Referentenvorträge mal ganz anders

09.12.2011

Immer mehr neue Veranstaltungsformate bringen Bewegung in das Dasein der Referenten. Diese haben die Wahl, ob Sie sich auf Barcamps, einer Pecha Kucha, einem Mobile Monday, einer Nerd Nite, beim Social Web Breakfast oder Social Media Club präsentieren. Das hat Auswirkungen auf die Veranstalter, Referenten und Teilnehmer. Im Mittelpunkt einer Veranstaltung steht nach wie vor die persönliche Möglichkeit sich mit Menschen auszutauschen, es ist wohl so

Immer mehr neue Veranstaltungsformate bringen Bewegung in das Dasein der Referenten. Diese haben die Wahl, ob Sie sich auf Barcamps, einer Pecha Kucha, einem Mobile Monday, einer Nerd Nite, beim Social Web Breakfast oder Social Media Club präsentieren. Das hat Auswirkungen auf die Veranstalter, Referenten und Teilnehmer. Im Mittelpunkt einer Veranstaltung steht nach wie vor die persönliche Möglichkeit sich mit Menschen auszutauschen, es ist wohl so alt wie die Menschheit und ein wichtiger Teil der persönlichen Kommunikation.

Vor dem digitalen Zeitalter waren die Strukturen eindeutig und klar. Die Veranstalter kümmerten sich um Organisation und Marketing, die Referenten hielten ihre angekündigten Vorträge und die Teilnehmer nutzen die Weiterbildung und stellten anschließend Fragen. Bei den neuen Veranstaltungsformaten ist davon so gut wie nichts mehr erhalten geblieben. Bei den Unkonferenzen werden Themen nicht mehr von Referenten hinter einem Pult behandelt, sondern die Teilnehmer selbst bieten ihr Wissen an, organisieren sich spontan zu Gruppen und teilen die Ergebnisse allen mit. Bei den meist regelmäßig stattfindenden Networkingtreffen werden aktuelle Themen der Branche diskutiert. Die Beteiligten übernehmen dabei wechselnde Aufgaben und die bisher traditionell festgelegten Regeln wurden aufgebrochen.

Heute kann jeder zum Referent oder Veranstalter werden, das Marketing dafür betreiben und sein Wissen und sich präsentieren. Das hängt nicht zuletzt mit der Digitalisierung des gesamten Alltags zusammen, die auch den Veranstaltungssektor erfasst hat. Events finden immer häufiger einen virtuellen Niederschlag, sowohl im Vorfeld als auch nach der Veranstaltung. Eigene Seiten im Internet und auf diversen Social Media Plattformen bereiten die Veranstaltung  in Text, Ton, Bild, Video oder Livestream vor und erhalten ein langes virtuelles Nachleben. Während der Veranstaltung beteiligen sich die Zuhörer via Twitter, Facebook oder Twitterwall direkt, sie kommentieren Statements, stellen Fragen und stehen in direktem öffentlichen Kontakt zu den Referenten und Teilnehmern.

©Zukunftsinstitut Österreich GmbH

Für die Besucher vor Ort und virtuell geht mit den neuen Formaten ein großer Gewinn an Partizipation und neuen Einflussmöglichkeiten einher und für viele Referenten ändert sich ihr Status als „Alleinunterhalter“ markant. Referenten sind heute stärker als in der Vergangenheit gefordert, im Vorfeld ebenso wie bei der Nachbereitung der Veranstaltung, online präsent zu sein. Der Referent gewinnt künftig mehr Gestaltungsspielraum und nicht zuletzt am partnerschaftlichen Miteinander mit dem Publikum.

» Das Twitter-Debakel von Bielefeld, heise online
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» Live Abstimmung auf Veranstaltungen, Referentenblog

Quelle: flickr, Barcamp Nürnberg – bcnue2 von Oliver Schaef
Event der Zukunft, Branchenstudie von eventnet und dem Zukunftsinstitut Österreich,
Hrsg. © Zukunftsinstitut Österreich GmbH, 9/11

Kommentare

2 Responses to “Referentenvorträge mal ganz anders”

  1. […] 1. Veranstaltungen und Referentenvorträge im Januar 2.  Events bieten großartige Networking-Chance 3. Start-Up-Finanzierung: Niko Waesche setzt auf neue Gründerkultur 4. Live Abstimmung auf Veranstaltungen 5. Veranstaltungen und Referentenvorträge im Februar 6. Dieter Reichert: In der Google-Galaxie zu Hause? 7. Veranstaltungen brauchen Überraschungen 8. Veranstaltungen und Referentenvorträge im März 9. Powerpoint ist kein notwendiges Übel 10. Innovation als Wachstumstreiber in der IT 11. Referenten sind Markenbotschafter 12. Veranstaltungen und Referentenvorträge im April 13. Kongresse setzen auf Mitbestimmung 14. Über 100 Veranstaltungen im Mai in Mobile, IT, Marketing und Medien 15. Sylvia Kéré Wellensiek: Resilienz für Mitarbeiter und Unternehmen 16. Veranstaltungen und Referentenvorträge im Mai 17. Persönlicher Dialog zählt im Personalmarketing und Recruiting 18. Handelsmarken treten im Nonfood-Bereich gegen Herstellermarken an 19. Referent und keiner kennt mich? Wie vermarkte ich mich selbst? 20. Buchtipp: Social Media in der Unternehmenskommunikation 21. Veranstaltungen und Referentenvorträge im Juni 22. Das Social CRM eröffnet einen neuen Blick auf Kunden 23. Mobile Werbung wirkt bestens! 24. Aktives Bildungscontrolling gegen Fachkräftemangel? 25. Veranstaltungen und Referentenvorträge im Juli 26. Eyecatcher für Ihre Präsentation 27. Claudia Lüersen: Corporate Publishing wird digitaler 28. Dr. Weber: Wenig Konsumenten sind online aktiv 29. Veranstaltungen und Referentenvorträge im August 30. Präsentationstipps für Referenten 31. Studie: Top-Entscheider nutzen Messen 32. Veranstaltungen im September 33. Wie wichtig ist Weiterbildung in Agenturen? 34. Nachhaltige Unternehmen aus Konsumentensicht 35. Call for Papers via Social Media promoten 36. Wichtige Termine in Marketing, Werbung, PR und ITK im Oktober 37. Neue Männer auf dem Branchenkongress Kosmetik in Sicht! 38. 10 Tipps zum Social Branding eines Redners 39. Studie: ITK-Branche Vorreiter bei Weiterbildung 40. Call for Papers für Unternehmensreferenten 41. Wichtige Termine in Marketing, Werbung, PR und ITK im November 42. Marktentwicklung bei Kongressen 43. Roland Markowski über Herausforderungen im Online-Marketing 44. Wichtige und neue Termine in Marketing, Werbung, PR, Mobile und IT 45. Referentenvorträge mal ganz anders […]

  2. […] Mir fiel dabei der etwas weinerliche Artikel über das “Twitterdebakel in Bielefeld” ein, welcher mal auf heise erschienen ist und der ein wenig deutlich der akademischen Folklore hinterher trauerte. Dazu auch. […]

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